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BeitragVerfasst: Mi Mai 26, 2010 12:24 pm 
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Hallo zusammen,

an alle Statistiker/Auswerter etc., wer kann mir auf die Spruenge helfen ?
Habe seit laengerem bei der Planung von mtb-trails immer wieder den Eindruck, dass die vorher ermittelten Hoehenmeter recht stark von den nachher tatsaechlich geloggten "Felddaten" abweichen.
Wenn ich bei der Planung via MagicMaps, gspsies.com, outdooractive.com oder wie auch immer eine Tour plane, wird auch vorab ein Hoehenprofil zur Info generiert. Nun liegt dieses bzgl. zu steigender Meter meist um Faktor x2 unter den ausgewerteten Felddaten vom Triton (z.B. via tool Trackanalysenet).
Jetzt Pfingsten schon wieder: outdooractive gibt fuer den Track ca. 1300 m rauf und 1300 m runter an, der T hat aber insgesamt rund 5200 absolute Hoehenmeter (= 2602 rauf und 2610 runter) gelogged.
Habe erst der statistischen Auswertung misstraut und selbst nachgerechnet, das gpx-file vom Triton nach Export aus VP liefert auf den Meter genau in der Summe 2602 m positive Steigungen ?!
Die grafische Auswertung des ausgedruckten Hoehenprofils von der Planung bringt ueber den Daumen aber max. 1500 m, also in der Naehe der angegebenen 1300 - wo liegt denn da der Hase im Pfeffer :?
Gruss


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BeitragVerfasst: Mi Jul 21, 2010 2:22 pm 
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Hallo PeileNix

Es besteht das grundsaetzliche Problem, dass bei saemtlichen Strecken, die nicht permanent ansteigen, die Summe der Anstiege von der Aufloesung der Daten abhaengig ist. Wenn ein Geraet eine "Zwischenabfahrt" in der Groessenordnung von einem Zentimeter erfasst, hast du nach einem Kilomenter vermeintlich waagrechter Fahrt eventuell 100 m Anstieg beisammen.

Den Energie-Anteil einer Tour, der auf "mikroskopische Unebenheit" einer Strecke anfaellt, sollte man vielleicht eher als Reibung verbuchen und von Anstieg erst sprechen, wenn "dauerhaft" Hoehe gewonnen wird. Aber die Grenze ist letztlich Geschamacksache!

Sowohl eine barometrische Messung als auch eine Auswertung von GPS-Koordinaten neigen ausserdem dazu, um den "wahren" Wert zu zittern, also insgesamt mehr Anstieg auszuweisen als vernuenftig waere. Ich habe zum Beispiel auf einem GPS-Empfaenger und einem Fahrradcomputer mit Hoehenaufzeichnung, die beide 1,5 Stunden reglos auf dem Boden lagen, die Messergebnisse bekommen:

Fahrradcomputer Ciclo HAC 5: Anstieg 40 m, Abstieg 35 m
GPS-Empfaenger MAGELLAN Triton 500: Anstieg 71m, Abstieg 60 m

Wuenschenswert waere es, diesen Anteil zu eliminieren. Automatisch waere das ja mit einem ausgefeilten Algorithmus denkbar, der Anstiege nur dann akzeptiert, wenn sie eine "gewisse Kontinuitaet" zeigen, sofern diese nicht von einer realen Luftdruckaenderung ausgeloest wird. Die waere aber von der konkreten Sportart und Wegecharakteristik abhaengig.

In der Software zur Auswertung von Touren laesst sich teilweise die (nachtraegliche!) Glaettung der in einer Datei enthaltenen Hoehen-Messwerte einstellen. Die Freeware GPS-Track-Analyse.net http://www.gps-freeware.de/Beschreibung.aspx bietet dafuer sogar zwei "Stellschrauben" an. Praxis-gerecht waere m.E., eine moeglichst lange Strecke zu fahren, die nach eigener Empfindung "nur aus Aufstieg besteht". Als "tatsaechlichen" Anstieg wuerde ich dann die Differenz der (z.B. gemessenen oder aus Karte gelesenen) End- und Anfangshoehe ansehen. Danach wuerde ich also die Software kalibrieren und bei Touren, die aehnliche Rahmenbedingungen haben, anwenden.

Alles etwas relativ...

Gruesse

Bernhard


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BeitragVerfasst: Di Aug 10, 2010 1:28 pm 
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Beiträge: 153
Wohnort: hinterden7Bergen
Hallo Bernhard,
danke fuer den Beitrag.
Bauer-Ewert hat geschrieben:
Hallo PeileNix
Sowohl eine barometrische Messung als auch eine Auswertung von GPS-Koordinaten neigen ausserdem dazu, um den "wahren" Wert zu zittern, also insgesamt mehr Anstieg auszuweisen als vernuenftig waere.
Gleiches habe ich mich auch schon bzgl. V durchschnitt gefragt: wenn man den T mal ein wenig angeschaltet liegen laesst, bildet sich ja bekanntlich dieser "Stern" von Zittermuster, da er nach "Fehlausschlaegen" ja wieder zur exakten Position zurueckkehrt. Schaut man sich mal das Logfile an, erreicht er auf solchen Spruengen ganz beachtliche Geschwindigkeiten, sollten diese mit in die kontinuierlich (?) ermittelte Durchschnittsgewschwindigkeit eingehen, muesste das ein erheblichen Fehler darstellen. Hatte vor laengerem schon mal danach gefragt, aber irgendwie keine Antwort erhalten.
Bauer-Ewert hat geschrieben:
In der Software zur Auswertung von Touren laesst sich teilweise die (nachtraegliche!) Glaettung der in einer Datei enthaltenen Hoehen-Messwerte einstellen. Die Freeware GPS-Track-Analyse.net http://www.gps-freeware.de/Beschreibung.aspx bietet dafuer sogar zwei "Stellschrauben" an. Praxis-gerecht waere m.E., eine moeglichst lange Strecke zu fahren, die nach eigener Empfindung "nur aus Aufstieg besteht". Als "tatsaechlichen" Anstieg wuerde ich dann die Differenz der (z.B. gemessenen oder aus Karte gelesenen) End- und Anfangshoehe ansehen. Danach wuerde ich also die Software kalibrieren und bei Touren, die aehnliche Rahmenbedingungen haben, anwenden.
Alles etwas relativ...
Aber wahrscheinlich wohl nicht anders zu machen - ich arbeite genau mit dem genannten tool und war bisher nicht zu wirklich ueberzeugenden Ergebnissen gekommen, da mir meine Kalibrierung bisher einfach zu willkuerlich vorkam. Aber man muss sich wirklich wohl die Muehe einer "echten" Kalibrierung aus der Karte mit einer Referenzstrecke machen und dann hoffen, dass das Modelergebnis auf die real dann durchgefuehrte groessere Runde in Etwa uebertragbar ist und die Fehler in einstelligem %-Bereich bleiben - letztlich geht es ja auch um nix. (mir ist es nur irgendwie zu bloed, auf der einen Seite so ein hitec-geraet mit herumzufuehren und dann nachher noch nicht einmal halbwegs verlaesslich ein realistisches Anstiegsprofil zu haben - daher die Nachfrage.

Gruesse, Markus.


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